

Therapie und Beratung
Heilpädagogik:
Entwicklung begleiten, Teilhabe ermöglichen
Heilpädagogik fördert Menschen mit besonderen Bedürfnissen, indem sie deren Entwicklung, Selbstbestimmung und Teilhabe aktiv unterstützt. Im Mittelpunkt steht die individuelle Förderung, die sich an den Stärken, Interessen und Bedürfnissen der jeweiligen Person orientiert. Ziel ist es, Selbstständigkeit zu stärken, Barrieren abzubauen und persönliche Entwicklung auf kreative, alltagsnahe Weise zu ermöglichen.
Die heilpädagogische Förderung umfasst unterschiedliche Methoden und Ausdrucksformen.
Dazu gehören:
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spielorientierte Entwicklungsförderung, die auf nonverbale Kommunikation, Beziehung und Erlebniswelt eingeht
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sensorische Integration, um Körperwahrnehmung und Reizverarbeitung zu unterstützen
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kreative Methoden wie Musik-, Kunst- oder Theaterpädagogik, die individuelle Ausdrucksformen eröffnen
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lebenspraktisches Training, das Alltagshandlungen einübt und Selbstwirksamkeit fördert
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heilpädagogische Gesprächsführung, die emotionale Themen in wertschätzender Weise aufgreift
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unterstützte Kommunikation, um Verständigung zu erleichtern, wo Sprache begrenzt ist
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Theory of Mind (ToM) – also der Fähigkeit, Gedanken, Gefühle und Perspektiven anderer Menschen zu erkennen und zu verstehen. Gerade für Kinder und Jugendliche mit Autismus oder sozial-emotionalen Entwicklungsverzögerungen ist diese Fähigkeit zentral, um soziale Interaktion und Teilhabe zu erleichtern.
Zur Unterstützung dieser Prozesse kommen gezielte Methoden wie Rollenspiele, soziale Geschichten, Mimik- und Emotionsübungen sowie kooperative Spiele zum Einsatz. Sie ermöglichen es, soziales Verstehen erlebbar zu machen und Schritt für Schritt auszubauen.
Heilpädagogik arbeitet ressourcenorientiert und achtsam – in einem geschützten Rahmen, der Sicherheit gibt und individuelle Entwicklung liebevoll begleitet. Dabei steht immer der ganze Mensch im Fokus: mit seinen Fähigkeiten, mit seinem Tempo und mit seiner Möglichkeit, in Beziehung zu treten und eigene Wege zu gestalten.
Theatertherapie:
Theatertherapie eröffnet einen geschützten Raum, in dem inneres Erleben sichtbar und erfahrbar werden darf. Es entsteht die Möglichkeit, sich selbst auf neue Weise zu begegnen – mit allem, was bewegt, beschäftigt oder vielleicht noch keinen Ausdruck gefunden hat.
Theatertherapie verbindet die schöpferischen und heilsamen Elemente des Theaters mit psycho- und sozialtherapeutischen Methoden. Als handlungsorientierte Form der Kunsttherapie nutzt sie kreative und ganzheitliche Prozesse, die den Menschen in seinem Erleben, Denken, Fühlen, seinem Körperausdruck und seiner Vorstellungskraft ansprechen.
Durch Bewegung, Stimme, Improvisation, Geschichten, Mythen, Rollenarbeit, Masken oder Puppenspiel können Gefühle und innere Themen Ausdruck finden, für die Worte allein manchmal nicht ausreichen. Das kreative Spiel eröffnet einen Zugang zu verborgenen Erfahrungen und macht persönliche Ressourcen und neue Möglichkeiten erfahrbar.
Theatertherapie setzt dabei dort an, wo rein kognitive Zugänge manchmal an ihre Grenzen kommen. Veränderung entsteht nicht nur durch Verstehen, sondern auch durch Erleben, Ausprobieren und die unmittelbare Erfahrung neuer Handlungsmöglichkeiten.
Eine besondere Bedeutung hat dabei der ästhetische Raum und die damit verbundene ästhetische Distanz. In einer Rolle, im Spiel oder in einer symbolischen Darstellung können auch schwierige oder schmerzhafte Themen berührt werden, ohne dass man ihnen unmittelbar ausgeliefert ist. So entsteht ein geschützter Raum, in dem man sich dem eigenen Erleben behutsam, dosiert und selbstbestimmt nähern kann. Dabei entscheidet jede*r selbst, wie weit er oder sie gehen möchte.
Auf diese Weise eröffnet Theatertherapie neue Perspektiven, lässt alternative Handlungsmöglichkeiten entstehen und unterstützt dabei, Erkenntnisse und Erlebtes in den Alltag zu integrieren – lebendig, ganzheitlich und nachhaltig.

Das Therapeutische Figurenspiel

Das therapeutische Figurenspiel nutzt Handpuppen, Masken, Biegepuppen oder selbst gestaltete Figuren als Medium, um innere Konflikte, Ängste oder traumatische Erlebnisse spielerisch auszudrücken und zu verarbeiten. Die Figuren schaffen eine sichere Distanz und zugleich einen tiefen Zugang zu den eigenen Gefühlen – besonders hilfreich bei Sprachlosigkeit, Trauma oder mangelnder Ausdrucksfähigkeit. Als nonverbales Ausdrucksmittel eignet sich diese Methode für Kinder und Erwachsene gleichermaßen und stellt eine wirksame Alternative zu sprachzentrierten Therapien dar.
Theater
Theater ist für mich mehr als Bühnenarbeit – es ist ein lebendiger Raum für Ausdruck, Begegnung und persönliche Entwicklung. Mit meiner Erfahrung als Schauspielerin und Theaterpädagogin begleite ich kreative Prozesse, die individuell auf Gruppen, Altersstufen und Kontexte abgestimmt sind.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickle ich Stücke, in denen sie eigene Ideen einbringen und Rollen selbst gestalten. So entsteht Raum für persönliche Geschichten und Ausdruck.
Meine therapeutische Ausbildung ermöglicht mir einen sensiblen Umgang mit Emotionen und Gruppendynamik. Dabei behalte ich die Gruppe als Ganzes ebenso im Blick wie jeden Einzelnen mit seinen Bedürfnissen und Potenzialen.
Im Theater faszinieren mich besonders die zwei Welten, die gleichzeitig existieren: die klare, sichtbare Inszenierung auf der Bühne und das lebendige, intensive Geschehen hinter der Bühne – die Verwandlung, die Aufregung und die Spannung, die den Moment des Spiels möglich machen.
Über Mich
Liv Rösler
Jahrgang 1977 und Mama einer wundervollen Tochter.
Ich liebe die Sonne, Meer und das Gefühl, unterwegs zu sein - ob im Kopf oder mit gepacktem Koffer.
Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, bewegt mich immer wieder neu.
In jeder Begegnung lerne auch ich dazu – und genau dafür bin ich dankbar.

Qualifikationen
Theatertherapeutin (B.A.)
Staatlich anerkannte Heilpädagogin- anthroposophisch fundiert
Theaterpädagogin (B.u.T.)
Jugend - und Heimerzieherin
Berufserfahrung
Dozentin an einer Fachschule für Heilpädagogik
Langjährige Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Schwerpunkt Drogen und Psychosomatik)
Anstellung in einer kinder- und jugendpsychotherapeutischen Praxis
Arbeit in einer Reha-Einrichtung für Erwachsene mit psychischer Erkrankung
Anstellung in einer sozialpädagogische Tagesgruppe
Integration von Kindergartenkindern
Fachberatung und Spieldiagnosen in Kindertagesstätten
Auslandsaufenthalt für ein Theaterprojekt für junge Erwachsene in der Psychiatrie in Borsa in Rumänien
Theaterprojekte an Schulen und Kindergärten
Mitwirkung als Schauspielerin in professionellen Theaterproduktionen
Mitgliedschaften:


Meine Philosophie

Sich selbst kennenzulernen und die eigene Geschichte aktiv zu gestalten, ist ein lebenslanger Prozess.
Doch manchmal geraten die Zeilen durcheinander, Worte fehlen und die Geschichte stockt. Dann braucht es einen Raum, in dem Stille sein darf, Fragen Platz finden und neue Kapitel entstehen können.
Diesen Raum möchte ich im Praxisatelier schaffen: einen Ort, an dem hinterfragt, verworfen und neu verankert werden darf. Hier darf ausprobiert werden, was im Alltag oft keinen Platz findet – denn Entwicklung beginnt dort, wo auch das Unerhörte Ausdruck finden darf.
Durch szenisches Spiel werden neue Perspektiven erfahrbar: Das Unsichtbare wird sichtbar, das Unsagbare bekommt Ausdruck und Veränderung wird möglich.
Ich verbinde verschiedene Methoden, um Menschen auf ihrem Weg zu begleiten – beim Loslassen alter Muster und dabei, eine eigene Geschichte neu zu gestalten: eine Geschichte, die wieder Sinn macht und trägt.
Ich bin überzeugt: Selbstwirksamkeit beginnt dort, wo wir unsere Geschichte bewusst in die Hand nehmen. Wer schreibt, statt nur mitzulesen, gewinnt die Freiheit, das eigene Leben selbst zu erzählen.
Das Ich in der Gemeinschaft

Jede Gemeinschaft ist ein System – beginnend in der Familie.
Es folgen Kita, Schule, Arbeitsplatz, Vereine, etc. Alle Menschen stehen ständig in Beziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Jeder von uns übernimmt täglich viele verschiedene Rollen.
Schon im Kindergarten lernen wir, unterschiedliche Rollen einzunehmen – und das setzt sich bis ins Berufsleben fort. Hinzu kommen private Rollen in Partnerschaften, Freundschaften, Eltern, etc. Gleichzeitig braucht jeder Mensch auch mal Zeit für sich selbst.
Nicht jeder hat jedoch ein passendes Rollenrepertoire. Manchmal fehlen bestimmte Rollen oder sie wurden nicht ausreichend entwickelt. Ohne das richtige Rollenverständnis wird das Miteinander schwierig, da Erwartungen und Anforderungen oft nicht erfüllt werden können und Konflikte entstehen.
Ich unterstütze dabei, diese Rollen zu reflektieren und gegebenenfalls neu zu erarbeiten, um ein harmonisches Miteinander mit sich selbst und anderen zu ermöglichen.
Angebote
01.
Begleitung bei Entwicklungs-, Verhaltens- und Beziehungsherausforderungen – achtsam, kreativ und stärkend. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse des Kindes sowie das Familiensystem als Ganzes.
Mögliche Themenfelder:
Entwicklungsverzögerungen, ADHS/ADS, Autismus-Spektrum
Herausforderungen im Sozialverhalten, in Bindung oder Sprache
Emotionale Belastungen wie Ängste, Wut, Rückzug oder depressive Stimmungen
Traumafolgen, familiäre Konflikte, Übergänge und Verlusterfahrungen
Heilpädagogische, therapeutisch-szenische Zugänge schaffen einen Raum für Ausdruck, Regulation und Entwicklung.
02.
Die Integration in den Kindergarten.
Hier geht es darum, die Kinder direkt in ihrem gewohnten Umfeld zu unterstützen, ihre sozialen Kompetenzen und emotionalen Fähigkeiten zu fördern und individuell an den Herausforderungen des Alltags zu arbeiten.
03.
Für Erwachsene
Sortieren, Verstehen, Neuorientieren.
Unterstützung in herausfordernden Lebensphasen.
Begleitung in Krisen und Veränderungsprozessen
Mögliche Themen:
Ängste, depressive Phasen, psychosomatische Beschwerden
Selbstwert- und Identitätsfragen, Gender- und Rollenfindung
Überlastung in Elternschaft, Beruf oder Beziehungen
Verarbeitung von Verlust, Trauma oder biografischen Wendepunkten
Preise
Individuelle Begleitung und Beratung:
Erwachsene: 100 € / 60 Minuten
Kinder & Jugendliche: 85 € / 60 Minuten
(15 Minuten davon sind Vor- und Nachbereitung)
Erstgespräch: kostenlos
Kinder und Jugendliche liegen mir besonders am Herzen. Ich möchte ihnen und ihren Familien den Zugang zu kreativer, stärkender Begleitung erleichtern. Deshalb ist mein Honorar hier bewusst etwas niedriger gestaltet.
Leistungsvereinbarung mit den Jugendämtern:
Für heilpädagogische Einzelförderung und Integration besteht eine Leistungsvereinbarung mit den Jugendämtern.
Eine Kostenübernahme ist möglich.
Kontakt
Praxisatelier Liv Rösler
Heilpädagogik, Theatertherapie & Beratung
Bertoldstraße 23
79098 Freiburg
Tel.: +49155 101 300 70
Straßenbahn: Haltestelle Stadttheater